Jenifer Gabel | Demokratie leben! Würzburg - Part 2 Springe zum Inhalt

Alle Artikel von Jenifer Gabel - 2. Seite

Bosnisch-islamisches Kulturzentrum: „Muslime und Christen leben Demokratie“

Unter dem Titel „Hoffnung auf Versöhnung zwischen den Religionen und Ethnien in Bosnien-Herzegowina und für gute Nachbarschaft in Würzburg“ luden am Samstag, 9. Juli 2016, die Islamisch-bosnische Gemeinschaft in Würzburg, die Ökumenische Nagelkreuzinitiative Würzburg und die Evang. und Kath. Kirchengemeinden in der Zellerau zur Verlegung der 18. Mosaikbodentafel am wachsenden „Denkmal zur Versöhnung“ am Wilhelm-Schwind-Platz ein.

Im Anschluss fand im Saal des CVJM ein Bosnisch–Deutsches Kulturfest statt. Während des Festes Buchpräsentation und Verkauf des neuen Buches von Klaus Beurle, Johanna Falk und Zahir Durakovic „Brücken der Begegnung Würzburg Bosnien-Herzegos“.

(Fotos: Wigbert Baumann)

 

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Mwanza e. V.: „Voneinander lernen“

Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Würzburg – Mwanza / Tansania organisiert der Verein Mwanza e.V. in diesem Jahr über 40 verschiedene Veranstaltungen, an denen sich über 30 Insitutionen, Vereine und Organisationen beteiligen. Am 2. Juni wurde beispielsweise zusammen mit einer Delegation aus der Partnerstadt der „Mwanza-Garten“ im Gelände der Landesgartenschau von 1990 eröffnet. Zudem fand im Rahmen des diesjährigen Umsonst & Draußen Festivals eine Kunstaktion statt.

Das Projekt wurde unter dem Titel „Voneinander lernen: Globale Kontakte – lokale Impulse durch Akteure der Zivilgesellschaft“ durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! Würzburg“ gefördert.

Vor dem Infostand versammelt die ganze Crew: 10 Gäste und die deutschen Begleiter der Gäste aus Mwanza. (Foto: Mwanza e.V.)
Vor dem Infostand versammelt die ganze Crew: 10 Gäste und die deutschen Begleiter der Gäste aus Mwanza. (Foto: Mwanza e.V.)
Eine Festivalgang lässt sich afrikanisch einfangen durch Simon Ndokeji aus Mwanza. (Foto: Mwanza e.V.)
Eine Festivalgang lässt sich afrikanisch einfangen durch Simon Ndokeji aus Mwanza. (Foto: Mwanza e.V.)
Edwin Magere bringt Besuchern seine Lebensumstände in Mwanza nahe. (Foto: Mwanza e.V.)
Edwin Magere bringt Besuchern seine Lebensumstände in Mwanza nahe. (Foto: Mwanza e.V.)
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Im Rathaus in Würzburg wird über die sozialen Probleme und Aktivitäten in Mwanza berichtet. (Foto: Mwanza e.V.)
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Im Rathaus in Würzburg wird über die sozialen Probleme und Aktivitäten in Mwanza berichtet. (Foto: Mwanza e.V.)

 

 

Demokratie leben! Würzburg: Interaktive Ausstellung „Was glaubst du denn?!“

„Was glaubst du denn?!“ – Dieser Frage stellten sich 65 Gruppen und Schulklassen (insgesamt 1.485 Einzelpersonen) im Rahmen der interaktiven Ausstellung der Bundeszentrale für Politische Bildung, die auf Initiative von „Demokratie leben! Würzburg“ vom 1. bis 27. Juli 2016 im Felix-Fechenbach-Haus in Würzburg zu sehen war. Die 2. Demokratiekonferenz Würzburg bildete den Rahmen zur Eröffnung der Ausstellung.

Inhaltlich beschäftigte sich die Ausstellung mit dem Leben junger Muslimas und Muslimen in Deutschland, deren Religion nur eine Facette von vielen in ihrem Alltagsleben in Deutschland darstellt. Dabei wurde jede/r BesucherIn dafür sensibilisiert, dass nicht die Religion eines Menschen, sondern die Individualität eines Jeden von größerer Bedeutung ist.

Anders als in anderen Städten, wurden in Würzburg neben Schulen gezielt Ausbildungsklassen, Vereine, Studenten und viele weitere Interessengruppen zum Besuch der Ausstellung eingeladen. Mit Erfolg: Über die Hälfte der 65 Buchungen stammten aus dem nicht schulischen Bereich, zudem nahmen auch Gruppen mit Jugendlichen aus dem Flüchtlingsbereich an den Führungen teil.

Begleitet wurden die TeilnehmerInnen von zehn SchülerInnen und StudentInnen aus Würzburg im Alter von 15 bis 27 Jahren, die im Vorfeld im Rahmen eines viertägigen Workshops auf ihre Rolle als „Peerguides“ von zwei Trainern der Bundeszentrale vorbereitet wurden. Bei der Führung durch die Ausstellung lag der Schwerpunkt nicht auf der reinen Wissensvermittlung der Grundlagen des Muslimischen Glaubens: Mithilfe verschiedener Methoden, regten die Peerguides zu Gesprächen und individuellen Auseinandersetzungen mit dem Thema an. Den Abschluss einer jeden Begleitung bildete ein detailliertes Feedback-Gespräch mit allen TeilnehmerInnen.

 

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Bündnis für Zivilcourage: Podiumsdiskussion „Niemand hat das Recht zu gehorchen“

„Wügida“ und inzwischen verbotene rechte Kameradschaften hatten rund um den 16. März 2015 mit verschiedenen Aktionen den Gedenktag zur Zerstörung Würzburgs im Zweiten Weltkrieg für ihre Hetze zu missbrauchen versucht – was ihnen nicht gelang! Kirchen, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, Vereine, Verbände und viele weitere Unterstützer*innenorganisationen im Würzburger Bündnis für Zivilcourage standen zusammen und gingen miteinander auf die Straße.

Im Zusammenhang mit diesen Tagen kam es zu mehreren Gerichtsverfahren gegen Männer und Frauen, die sich am 15. März 2015 spontan entschlossen hatten, zivilen Ungehorsam zu zeigen und einen Nazi-Aufmarsch zu blockieren.

„Niemand hat das Recht zu gehorchen“ (Hannah Arendt) – unter dieser Überschrift lud das Bündnis am 22. April 2016 zu einer Podiumsdiskussion über die Frage ein, wie weit zivilgesellschaftliches Engagement gehen muss bzw. gehen darf, um sich der Gefahr in den Weg zu stellen, die von Rechtsextremisten ausgeht.

Im Vorfeld zur Diskussion wurde der Film „Mo und die Arier“ auf Basis des gleichnamigen Buches der Journalistin und Publizistin Mo Ausgang gezeigt.

Neben ihr saßen Unterfrankens Polizeipräsident Gerhard Kallert, der pensionierte Verwaltungsgerichter Josef Friedl, CSU-Kreisvorsitzender Oliver Jörg, Harald Ebert vom Ombudsrat der Stadt Würzburg sowie Nicolas Pressmann auf dem Podium. Der Student war im November 2015 dafür verurteilt worden, dass er bei dem Versuch, einen Nazi-Aufmarsch zu blockieren, vor einem Notausgang saß.

200 Menschen nahmen an der Veranstaltung in der Turnhalle der Don Bosch-Berufsschule teil.

 

NiemandHatDasRecht