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Toleranz

Kinderhaus St. Albert: „Wir sind bunt“

100 Kinder aus 32 unterschiedlichen Nationen mit 29 Sprachen und 5 verschiedenen Religionen kommen jeden Tag in der Lindleinsmühle im Kinderhaus St. Albert zusammen – und verstehen sich prächtig! Anlass genug, diese Vielfalt gemeinsam bei einem „Wir sind bunt“- Fest zu feiern.

Bei strahlend blauem Himmel trafen sich die Kinder und sehr viele Eltern im Garten des Kinderhauses. Einige Kinder führten ein russisches Märchen auf, es wurden Lieder zum Thema gesungen und das Kindermutmachlied in verschiedene Sprachen übersetzt. Danach wurden die Gäste kulinarisch verwöhnt – bei einer Auswahl von Gerupftem über gefüllte Pfannkuchen aus Russland bis hin zu äthiopischen Spezialitäten und vielem mehr war bei dem von den Eltern vorbereiteten internationalen Buffet für jeden etwas dabei. Gut gestärkt wurde dann noch gemeinsam gefeiert und getanzt, die Kinder
wurden mit ihren Heimatflaggen geschminkt und in einer Fotopräsentation wurden die verschiedenen Aktionen des Projekts gezeigt.

Ein rundum gelungenes Fest, das wunderbar das bunte Zusammenleben im Kinderhaus St. Albert widergespiegelt hat, viele interessante Begegnungen bot und zu weiteren Aktivitäten animiert!

 

„Das bin ich: Kaleb und meine Familie. Ich bin Vorschulkind im Kinderhaus. Wir kommen aus Äthiopien und das liegt in Afrika. Bei unserem ‚Wir-sind-Bunt‘-Fest kommen die Familien in landestypischer Tracht, wir waren eine kunterbunte Gemeinschaft.“
„Ich bin anders als Du – na und das macht das Leben eben BUNT! Wir sind die Schulkinder aus dem Kinderhaus St. Albert und sind ein super Team!“
„Ich zeig Dir wo ich geboren bin: Wir lernen unsere Herkunftsländer kennen, betrachten Bilder, probieren Spezialitäten und hören Geschichten! Wir lernen viel voneinander!“

Bosnisch-islamisches Kulturzentrum: „Muslime und Christen leben Demokratie“

Unter dem Titel „Hoffnung auf Versöhnung zwischen den Religionen und Ethnien in Bosnien-Herzegowina und für gute Nachbarschaft in Würzburg“ luden am Samstag, 9. Juli 2016, die Islamisch-bosnische Gemeinschaft in Würzburg, die Ökumenische Nagelkreuzinitiative Würzburg und die Evang. und Kath. Kirchengemeinden in der Zellerau zur Verlegung der 18. Mosaikbodentafel am wachsenden „Denkmal zur Versöhnung“ am Wilhelm-Schwind-Platz ein.

Im Anschluss fand im Saal des CVJM ein Bosnisch–Deutsches Kulturfest statt. Während des Festes Buchpräsentation und Verkauf des neuen Buches von Klaus Beurle, Johanna Falk und Zahir Durakovic „Brücken der Begegnung Würzburg Bosnien-Herzegos“.

(Fotos: Wigbert Baumann)

 

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Demokratie leben! Würzburg: Interaktive Ausstellung „Was glaubst du denn?!“

„Was glaubst du denn?!“ – Dieser Frage stellten sich 65 Gruppen und Schulklassen (insgesamt 1.485 Einzelpersonen) im Rahmen der interaktiven Ausstellung der Bundeszentrale für Politische Bildung, die auf Initiative von „Demokratie leben! Würzburg“ vom 1. bis 27. Juli 2016 im Felix-Fechenbach-Haus in Würzburg zu sehen war. Die 2. Demokratiekonferenz Würzburg bildete den Rahmen zur Eröffnung der Ausstellung.

Inhaltlich beschäftigte sich die Ausstellung mit dem Leben junger Muslimas und Muslimen in Deutschland, deren Religion nur eine Facette von vielen in ihrem Alltagsleben in Deutschland darstellt. Dabei wurde jede/r BesucherIn dafür sensibilisiert, dass nicht die Religion eines Menschen, sondern die Individualität eines Jeden von größerer Bedeutung ist.

Anders als in anderen Städten, wurden in Würzburg neben Schulen gezielt Ausbildungsklassen, Vereine, Studenten und viele weitere Interessengruppen zum Besuch der Ausstellung eingeladen. Mit Erfolg: Über die Hälfte der 65 Buchungen stammten aus dem nicht schulischen Bereich, zudem nahmen auch Gruppen mit Jugendlichen aus dem Flüchtlingsbereich an den Führungen teil.

Begleitet wurden die TeilnehmerInnen von zehn SchülerInnen und StudentInnen aus Würzburg im Alter von 15 bis 27 Jahren, die im Vorfeld im Rahmen eines viertägigen Workshops auf ihre Rolle als „Peerguides“ von zwei Trainern der Bundeszentrale vorbereitet wurden. Bei der Führung durch die Ausstellung lag der Schwerpunkt nicht auf der reinen Wissensvermittlung der Grundlagen des Muslimischen Glaubens: Mithilfe verschiedener Methoden, regten die Peerguides zu Gesprächen und individuellen Auseinandersetzungen mit dem Thema an. Den Abschluss einer jeden Begleitung bildete ein detailliertes Feedback-Gespräch mit allen TeilnehmerInnen.

 

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